Brexit – Drama oder Realsatire?

Nachdem die Frist für den geplanten Austritt Großbritanniens schon mehrfach verschoben wurde, erschien der 31.10.2019 abermals als das finale Datum für den Brexit. Schließlich haben die Briten bereits vor über 3(!) Jahren für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Bei den Verhandlungen über ein Austrittsabkommen ist die EU den Briten bereits maximal entgegen gekommen. Doch die anhaltenden Machtkämpfe zwischen der britischen Regierung und dem britischen Parlament streuen immer mehr Unsicherheit bei allen Beteiligten. Besonders blamiert sich der neue britische Premierminister Boris Johnson, dessen konservative Tory-Fraktion im Parlament inzwischen sogar die Mehrheit verloren hat.

Das Parlament wollte vergangene Woche Johnsons harten Brexit-Kurs durch ein Gesetz aufhalten, dass einen harten Brexit ohne Abkommen mit der EU verhindern soll. Doch kündigte Johnson bereits an, das Gesetz zu sabotieren, womit er sogar eine Haftstrafe riskiert. Das Verhalten Johnsons ist absolut inakzeptabel. Die Rechte des Parlaments dürfen niemals derartig mit Füßen getreten werden. Wir JuLis stehen selbstverständlich an der Seite unserer Schwesterpartei, den Liberal Democrats und freuen uns, dass die LibDems immer stärkeren Zuwachs erhalten und sich als „Anti-Brexit“-Partei etablieren konnten. Genau wie sie wünschen wir JuLis uns, dass das Volk erneut befragt wird, sei es durch ein zweites Referendum, oder durch eine Neuwahl.

Denn die Nachteile des Brexit sind mehr als offensichtlich. Vor allem die Wirtschaft wird massiv unter dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt leiden. Unter anderem ist ein massiver Verlust an Arbeitsplätzen zu erwarten, da fast die Hälfte der britischen Waren in die EU exportiert werden. Doch nicht nur die britische Wirtschaft nimmt Schaden durch den Brexit. Auch unsere heimische Wirtschaft, vor allem unsere mittelständischen Unternehmen, müssen mit gravierenden Umsatzeinbußen rechnen. Außerdem wird gerade den jungen Briten durch den Brexit die Freizügigkeit, und damit Lebenschancen, genommen. Daher ist es höchste Zeit für die Briten das Drama zu beenden und endlich den Exit vom Brexit einzuleiten!